Aktuell

Lesung und Gespräch
»Die Glocke im See« von Lars Mytting
Eine Liebe zwischen Tradition und Aufbruch
Mo, 25.03.2019 19 Uhr
Felleshus

Norwegen im Jahr 1880, in einem dunklen und abgeschiedenen Tal: Die junge, wissbegierige Astrid ist anders als die übrigen Mädchen im Dorf. Sie träumt von einem Leben, das aus mehr besteht als Heiraten, Kinderkriegen und am Ende bei der Feldarbeit Sterben. Sehnt sie sich nach einem Leben mit dem jungen Pastor Kai Schweigaard? Oder entscheidet sie sich für das Neue, Unberechenbare?
Moderation: Thomas Böhm
Lesung aus der deutschen Übersetzung: Nina West

Lesung
Studio LCB mit Yoko Tawada
Do, 07.03.2019 19:30 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin

„Die Zukunft sieht rosig aus. Zumindest für die jetzt Lebenden, denn ihnen ist ein hohes Alter beschieden. Für die Nachgeborenen aber ist „Gesundheit“ ein Fremdwort – und alle Fremdworte sind ihnen überdies verboten. In »Sendbo-o-te« (konkursbuch, 2018) erzählt die Kleist-Preisträgerin Yoko Tawada von einer Welt, in der Umweltverschmutzung und Umweltkatastrophen die Verhältnisse auf den Kopf gestellt haben und in der es Urgroßväter sind, die ihre Enkel aufziehen. Eine Welt, in der nur noch die Sprache rein ist und das Brot sich von selbst bäckt. „Japan“ heißt die Welt, deren Zukunft Tawada hier porträtiert, ein Land, das in seinen Abschottungsfantasien und Zukunftsängsten durchaus jenem Deutschland von heute verwandt ist, das wie eine Nachhallerinnerung immer wieder durch »Sendbo-o-te« pulst. Über deutsch-japanische Verbindungen, die Faszination des einen für das andere Land und die Kunst mit der Literatur über die Zukunft auch die Gegenwart auszuloten, spricht Yoko Tawada mit dem Japanologen Florian Coulmas und der Schriftstellerin Marion Poschmann (»Die Kieferninseln«, Suhrkamp, 2017). In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. Sendetermin: 30. März 2019, 20.05 Uhr.
Lesung aus der deutschen Übersetzung: Nina West.

Hörbuch
Gebrauchsanweisung für Pferde
von Juli Zeh
Erscheinungstermin: 04.03.2019

Juli Zeh und Pferde, das ist eine intensive Liebesgeschichte. Womit verzaubern uns diese zugleich starken und sanften Tiere? Wie kommt es, dass so unterschiedliche Wesen wie Pferd und Mensch immer wieder die Nähe des anderen suchen? Juli Zeh schreibt darüber, welche Rolle Fluchtinstinkt und Rangordnung spielen und wie man die Sprache der Pferde erlernen kann. Was ein typisches Pferdemädchen antreibt. Warum Reiten glücklich macht und weshalb Pferde oft als Zen-Meister bezeichnet werden. Sie erzählt von Frauen, die sich mehr für die neuesten Pferdedecken als für Modetrends interessieren. Davon, wie Kasimir, Neo und ein Pony namens Pony zu Familienmitgliedern wurden. Und sie zeigt, was Schreiben und Reiten gemeinsam haben.
Gelesen von Nina West

Dokumentation
Bauhausfrauen –
Vergessene Visionärinnen
Mi, 13.02.2019 22:00 Uhr
ARD

Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und als Urzelle der modernen Architektur. Heute, 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine der männlichen Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Dabei wollte Gropius mit seinem Manifest nicht nur radikal neues Design erschaffen, sondern den Aufbau einer offenen, modernen Gesellschaft erproben – mit dem Versprechen auf echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern.
Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus? Die Dokumentation zeichnet ein facettenreiches Bild weiblicher Kunst am Bauhaus und porträtiert – über Tagebucheinträge und Gespräche mit Nachfahren und Bauhauskennern – visionäre und eigenwillige Frauen. Zugleich wirft der Film einen Blick in Briefe und Korrespondenzen der Zeit, welche eine aktive Genderpolitik der Bauhausmeister offenbaren.
Ein Film von Susanne Radelhof anlässlich 100 Jahre Bauhaus 2019.
Redaktion: Reinhard Bärenz & Matthias Morgenthaler (mdr), Jens Stubenrauch (rbb)
Sprecherin: Nina West

Dokumentation
Testosteron – Der Männerstoff
Sa, 09.02.2019 21:45 Uhr
arte

Testosteron - das wichtigste männliche Sexualhormon. Es steht für die Gesundheit des Mannes, sexuelle Lust und das Lebenselixier im Alter. Zugleich wird dem Hormon nachgesagt, es fördere die Aggressivität beim Kampf und Gerangel um den ersten Platz. Der testosterongesteuerte Mann sei risikobereit und egoistisch. Eigenschaften, die heute ein eher schlechtes Image haben. Doch was ist dran am Mythos vom testosterongesteuerten Mann?
Die Dokumentation geht der Entstehung und den Wirkungsweisen des Androgens auf den Grund. International renommierte Forscher erklären, wie subtil das Hormon im Menschen tatsächlich wirkt.
Ein Film von Kirsten Esch.
Redaktion: Martina Sprengel
Sprecherin: Nina West

Dokumentation
Länder – Menschen – Abenteuer
Das Herz von Hawaii - die Insel Oahu
Do, 31.01.2019 20:15 Uhr
NDR

Sie liegen am anderen Ende der Welt und haben die Vorstellung vom Paradies geprägt: die insgesamt 137 Inseln des hawaiianischen Archipels. Hawaii ist der 50. Bundesstaat der USA und trägt den Beinamen "The Aloha State". Dieses Aloha ist in Hawaii weitaus mehr als nur eine Grußformel. Es spiegelt ein Lebensgefühl wider und symbolisiert die Gelassenheit und Gastfreundlichkeit der Einheimischen, die vielfältige und üppige Natur, das endlose Meer und die immer scheinende Sonne Hawaiis.
Die Insel Oahu ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des hawaiianischen Archipels und ein Paradies: für Surfer, Aktivurlauber, Orchideenliebhaber und Freiheitsliebende. Die Insel beherbergt mehr als die Hälfte aller Einheimischen, dazu kommen jährlich fast acht Millionen Gäste.
Ein Film von Antonia Coenen.
Redaktion: Ralf Quibeldey
Sprecheirn: Nina West

DAS BUNTE REH
Antanas Škėma "Das weiße Leintuch"
Do, 13.12.2018
20:30 Uhr – 22:30 Uhr

Raumerweiterungshalle
Kopenhagener Straße 17
10245 Berlin

Es war der größte Fund des Jahres 2017. Als der Guggolz-Verlag ANTANAS ŠKEMAs "Das weiße Leintuch" von 1958 ins Deutsche übertrug, überschlugen sich die Stimmen der Begeisterung. Ein Klassiker der Weltliteratur wurde endlich auch hier zur Kenntnis genommen: ein blitzender, bunter, schwarzer, trauriger, mitreißender Monolog über das New Yorker Exil und die nie verlöschenden Erinnerungen an litauische Heimat und sowjetische Verfolgung - der einzige Roman, den Škėma vollenden würde, ehe er in einem Verkehrsunfall starb.
Das Bunte Reh freut sich ein Geweih, dass der Verleger selbst das Buch mit uns vorstellen wird! Es lesen Sebastian Guggolz, Klaus Ungerer und Nina West.
Für den musikalischen Rahmen sorgt die wundervolle, eigensinnige Kontrabassistin MAIKE HILBIG.
»Ebenso großartig wie erschütternd. Der Sog dieser Lektüre ist stark.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Ein süchtig machender, hinreißend geschriebener Roman«
Die Welt

Lesung
In der Reihe "Vergessene Dichter aus Sachsen-Anhalt":
Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803).
Mo, 19.11.2018 18:00 Uhr
In der Landesvertretung Sachsen-Anhalt beim Bund

Staatssekretär Dr. Michael Schneider über Klopstock: "Er ist einer der wirklich literarischen Stars des 18. Jahrhunderts". Er war eine "solitäre Erscheinung", sagte Dr. Ute Pott, Leiterin des Gleimhauses in Halberstadt, ein "Kenner und Könner der Formen". In der Tradition des griechischen Sängers und christlichen Predigers habe Klopstock es verstanden, Ohr und Herz mit der "Erlebnishaftigkeit" der Sprache anzusprechen.
Die Lesung stellt Klopstock in all seinen Facetten vor: Romantischer Briefeschreiber, Wegbereiter der Empfindsamkeit, Schlittschuhläufer, Frauenheld, Theoretiker und Dichter der Freundschaft.
Studierende des Instituts für Germanistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg präsentieren den Dichter mit ihrem Projekt "Klopstock in sieben Minuten". Schauspielerin Nina West liest aus Briefen Klopstocks an seine spätere Frau Meta, aus seinem Werk "Die Gelehrtenrepublik" und trägt seine berühmtesten Oden vor. So die "Frühlingsfeier", der "Zürcher See" und der "Eislauf".

Ausstellung
Philippe Vandenberg
Kamikaze
16.11.2018 bis 24.02.2019
Hamburger Kunsthalle

»Ich bin ein Künstler der Emotion und der Reflexion. Ich meine weder die Sentimentalität noch das grundsätzlich Emotionale, sondern den Schock einer Emotion, welcher die Reaktion gleichsam auslöst. Allein die Reflexion schafft Raum.«
Philippe Vandenberg 2008

Die Hamburger Kunsthalle zeigt mit ca. 80 Bildern sowie über 120 Zeichnungen und Druckgraphiken die bisher größte Werkschau von Philippe Vandenberg (1952–2009) und zugleich erstmalig eine Einzelausstellung des flämischen Künstlers in einem deutschen Museum. In seinem Heimatland Belgien sehr geschätzt, gilt es das radikale und schonungslose Œuvre Vandenbergs international zu entdecken. Jenseits eines einzelnen künstlerischen »Stils« schuf Vandenberg vielschichtige Bilder unserer Zeit, die gleichermaßen von aktueller Relevanz und von existentieller Dimension sind.
Weibliche Stimme des Audioguides: Nina West

Dokumentation
Obdachlose aus Osteuropa in Berlin
"Trinken, trinken, trinken - dann spürst du nichts mehr"
Sa, 17.11.2018 17:25
rbb

Schätzungen gehen davon aus, dass in der Hauptstadt bis zu 8.000 Menschen obdachlos sind, viele stammen aus Osteuropa, alleine 4.000 aus Polen. Wer sind diese Menschen und was führt sie nach Berlin? Von Oliver Soos und Julia Rehkopf
Sprecherin: Nina West

Dokumentation
Mythos Lotto – Hoffen auf das große Glück
Mi, 10.10.2018 20:15 Uhr
ZDFinfo

Eigentlich wissen wir, dass die Chancen auf den Jackpot ziemlich mau sind. Trotzdem spielen wir. Aber warum? Fast jeder hat irgendwann in seinem Leben schon mal Lotto gespielt oder ein Los gekauft. Selbst große Dichter und Denker wie Goethe oder Lessing hat das erste Lottofieber erwischt. Der Film trifft Lotterie-Glückspilze, langjährige Lottospieler und den vielleicht größten Pechvogel der Welt.
Ein Film von Julia Waldmann.
Sprecherin: Nina West

Reportage
Bonjour Basdorf - Chanson-Festival in Brandenburg
Sa, 29.09.2018 16:55 Uhr
rbb

Einmal im Jahr ist das brandenburgische Basdorf Pilgerort für Chanson-Liebhaber aus aller Welt. Sie feiern die Musik von Georges Brassens. In Frankreich gehört er zu den Großen des Chansons. Nach Basdorf ist Brassens während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiter gekommen. Engagierte Basdorferinnen und Basdorfer veranstalten seit 15 Jahren das Chanson-Festival zu seinen Ehren.
Die Reportage "Bonjour Basdorf" stellt Menschen und Geschichten rund um das Festival vor.
Von Vanessa Loewel & Steffen Prell
Sprecherin: Nina West

Dokumentation
45 Min
Haustier Hund: Wahnsinn oder Liebe?
Mo, 10.09.2018 22 Uhr
NDR

Der Hund ist mehr als irgendein Haustier. Er ist der beste Freund der Deutschen. Manchmal sogar Familienmitglied. Längst ist dabei eine Parallelwelt entstanden, die der des Menschen verblüffend ähnelt: Es gibt Hundehotels, Hundetagesstätten, Hundesalons, Hundemoden, veganes Hundefutter und sogar Hunde-Wellness. Der Hund ist ein milliardenschwerer Wirtschaftsfaktor, an ihm hängen 100.000 Arbeitsplätze - Tendenz steigend.
Forschungsobjekt: Deutsche Hundeliebe
Flavien Ndonko lernt bei seiner Forschung den Mops "Sir Henry" kennen.
Wie konnte es dazu kommen? Und was sagt unsere Hundeliebe über uns Deutsche aus? Diese Frage beschäftigt den Kameruner Anthropologen Flavien Ndonko seit 30 Jahren. Der Film begleitet ihn auf einer Forschungsreise von Hamburg bis München
Ein Film von Karin Rowold und Sugárka Sielaff
Sprecherin: Nina West

Lesung
18. internationales literaturfestival berlin
Literaturen der Welt
Poetry Night I

Do, 06.09.2018 20:00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

Autoren
Hala Mohammad,
Sergio Raimondi,
Michael Fehr,
Nuno Júdice
HALA MOHAMMAD gehört zu einer Generation moderner arabischer Dichterinnen, die ihre individuellen Erfahrungen als Frauen und Intellektuelle in der arabischen Welt zum Ausdruck bringen. An die Stelle komplexer Reflexionen tritt ein Wechselspiel von spontanen Einfällen und unmittelbaren Sinneswahrnehmungen farblicher und geruchlicher Art.
Moderation: Silke Behl
Sprecher: Frank Arnold, Nina West

Doku-Serie
Japan von oben
5 Teile
Ab Mo, 03.09.2018 18:35 Uhr
Arte

Von Hokkaido im Norden über die Inseln Honshu, Shikoku und Kyushu bis zum Archipel von Okinawa im Süden zeigt die Reihe unbekannte Seiten Japans: das Landesinnere genauso wie die Riesenmetropolen an der Pazifikküste.
Regie: Xavier Lefebvre
Sprecherin: Nina West

Dokumentation
Milch - Ein Glaubenskrieg
Di, 03.07.2018 20:15 Uhr
arte

Wie gesund ist Milch? Ist sie noch ein Naturprodukt? Oder kann sie sogar krank machen? Das lange Zeit saubere Image der Milch bröckelt. Kritik wird lauter. Seit Jahren tobt eine heftige Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern. Jeder hat stichhaltige Argumente – ein Glaubenskrieg. Der Film beleuchtet aktuelle Ergebnisse und zeigt die Akteure hinter der großen Debatte.
Regie: Winfried Oelsner
Sprecherin: Nina West

Moderierte Lesung mit Gespräch
Mi, 13.06.2018 20 Uhr
Löwenzahnwirbelsturm in Orange
von Tamar Tandaschwili
Buchhandlung Montag

Unerbittliche Anklage und surreales Feuerwerk: Tamar Tandaschwili rechnet mit der Brutalität der patriarchalen Gesellschaft ab. In starken Bildern erzählt Tamar Tandaschwili über Frauen und Männer, die sich dem rücksichtslosen Bündnis zwischen Patriarchat, Kirche und Polizei verweigern und um ein selbstbestimmtes Leben kämpfen. In einem Text von großer Intensität setzt sie ihren Figuren ein Denkmal: der lesbischen Elene, die von ihrem frustrierten Verehrer Mzeroza öffentlich vergewaltigt wird, den halbwüchsigen Mädchen Nita und Teo, deren verbotenes Liebesglück grausam endet – und nicht zuletzt dem Nilpferdbaby Baggy, das aus dem Zoo entkommt und für ausgleichende Gerechtigkeit sorgt. Tamar Tandaschwili setzt eine verrückte, unwirkliche Schönheit gegen die Korruptheit des politischen Systems und sorgt damit in Georgien für Skandale und Diskussionen.
Moderator: Zaal Andronikashvili
Übersetzung: Nino Kavelashvili
Lesung: Nina West

Nina West liest aus Elena Ferrante
"Die Geschichte des verlorenen Kindes"
Band 4 der Neapolitanischen Saga

Fr, 08.06.2018 19:30 Uhr
Galerie Judith Andreae
Paul Kemp Str. 7
53173 Bonn

Lesung und Gespräch
Insight Nahost – Jüngere arabische Literatur
Mo, 07.05.2018 19:30 Uhr
Literarisches Colloquium

Sieben Jahre nach Beginn des Arabischen Frühlings scheint vom jubelnd begrüßten Aufbruch von damals nichts mehr übrig zu sein. Die politischen und sozialen Verschiebungen der letzten Jahre werden in den Medien breit verfolgt, der stete Flüchtlingsstrom verbindet unsere Gesellschaften mittlerweile ganz direkt mit diesen Vorgängen. Das Interesse der Öffentlichkeit, mehr und tiefergreifende Informationen zu erhalten, einen Einblick in das Leben der Menschen hinter den Schlagzeilen zu haben, ist groß. Hier kann die Literatur viel beitragen: Sie erzählt viele individuelle Geschichten, die ein differenzierteres Bild ergeben. Das Netzwerk der Literaturhäuser und die KfW Stiftung stellen nun in einer Veranstaltungsreihe Autorinnen und Autoren aus verschiedenen arabischen Ländern zusammen mit ausgewählten Nachwuchstalenten aus dem diesjährigen Workshop »Beirut Short Stories« vor. Im LCB treten die Autorin und Journalistin Batoul Fahs aus dem Libanon und der syrische Schriftsteller Kenan Khadaj auf. Ebenfalls aus Syrien stammt die Lyrikerin und Prosaautorin Rasha Habbal, die das Stipendium »Torschreiber am Pariser Platz« (Allianz Kulturstiftung und Stiftung Brandenburger Tor) erhielt und zwei Monate im LCB verbringt.
Moderation: Leila Chammaa
Lesung aus den Übersetzungen: Nina West

Lesung
Di, 05.06.2018 20 Uhr
Georgien ist dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse, dazu passend kommen zwei der Autorinnen der von Rachel Gratzfeld herausgegebenen Erzählungssammlung "Bittere Bonbons" zur Buchpräsentation samt Lesung in die Buchhandlung Montag.

Nach siebzig Jahren als Teil der Sowjetunion, nach Bürgerkriegsjahren, Unabhängigkeitsbestrebungen und Krieg mit Russland wächst in Georgien heute eine neue Generation heran, die auch in der Literatur neue Töne anschlägt. Dreizehn junge Autorinnen nehmen uns mit auf eine Reise durch Georgien und geben uns Einblicke in ihr Land und seine Geschichte. Sie entwerfen teils üppige, teils verstörende, immer aber sinnliche Bilder, die im Sinne des magischen Realismus verschiedene Realitäten miteinander ins Spiel bringen – farbenprächtige Bilder von Lebensentwürfen einer Gesellschaft, die im Begriff ist, sich neu zu finden. Dabei changieren die Erzählungen zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, Wirklichkeit und Traumwelt, Stadt und Land, Gegenwart und Vergangenheit. Alle Autorinnen sind nach 1970 geboren. Sie umkreisen Aspekte des heutigen Lebens: Geschlechterbeziehungen, Sexualität, Familie, Selbstverwirklichung und Migration – und zeichnen damit ein facettenreiches Porträt ihres Landes.
Lesung aus der deutschen Übersetzung: Nina West

Hajos letzter Fall - Video

Hajos letzter fall
SoKo Leipzig, ZDF 2011
R: Michael Wenning
 
01:25 Min